Wer wir sind

Wir, die BetreiberInnen des Infoladens Kasama, verstehen uns als Teil einer basispolitischen Bewegung. Eigene Medien und Archive ermöglichen Vernetzung, Information und eine andere Sicht auf die Welt. Sie ermöglichen uns, Bezüge zum politischen Geschehen, zu anderen Bewegungen sowie zu unserer eigenen Geschichte herzustellen.

Mit dem Kasama betreiben wir ein Infoladen für lebendige und kritische Auseinandersetzungen, wo emanzipatives Denken und Handeln entwickelt und weitergegeben werden kann. Ein Ort, wo verschiedene Meinungen aus dem linken ausserparlamentarischen und feministischen Spektrum Platz haben, sich aber auch gegenseitig herausfordern.

Der Infoladen Kasama

Das Kasama ist ein Infoladen, der täglich geöffnet ist. Es ist einer breiten Öffentlichkeit zugänglich und bietet die Möglichkeit, sich mit vielfältigem Informationsmaterial einzudecken. Das umfangreiche Angebot an Zeitschriften, Broschüren, Texten, Flugblättern, Flyern und Zeitungen ermöglicht eine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen. In den Regalen finden sich zusätzlich Ordner mit Hintergrundmaterialien zu sozialen und politischen Fragestellungen. Für Veranstaltungen und Mobilisierungen stehen Internetanschluss, Kopierer, Faxgerät und Videobeamer zur Verfügung.

Das Kasama hat einen Raum mit Küche und Bar für den Infoladen und für Veranstaltungen. Im Untergeschoss ist Platz für Archiv, Büro und einen Sitzungsraum. Ganz neu werden verschiedene Archive wie z.B. das LoRa-Sendearchiv und das Widerstandsarchiv des Kasamas

Geschichte

AnhängerInnen des Widerstandsarchivs und der Infoladenbewegung gründen 1990 in den besetzten Häusern an der Bäckerstrasse den Infoladen Kasama. Kasama bedeutet auf Tagalog (eine der vielen philippinischen Sprachen) «einen Weg zusammen gehen», was sich auch mit «FreundIn» oder «GenossIn» übersetzen liesse. Anfänglich mehr improvisiert, eben bewegt, folgt nach der Räumung 1992 eine Vereinsgründung. Ein Schritt, der es ermöglicht, das Projekt Infoladen auf gesicherter Basis und somit in grösserer Kontinuität weiterführen zu können. Nach einem kurzen Abstecher an die Anwandstrasse befand sich der Infoladen Kasama zehn Jahre an der Klingenstrasse.

87a

Unterdessen haben sich das alternative Lokalradio LoRa und der Infoladen Kasama, zwei Projekte mit einer langen Geschichte im Bereich linker Information und Infrastruktur, zum Verein 87a zusammengeschlossen. Das Kasama ist im Januar 2004 in das neben dem Radio LoRa stehende Hinterhofgebäude an der Militärstrasse 87a eingezogen. So entstand ein autonomes Zentrum mit selbst organisierten Räumen, in denen ohne kommerziellen Druck Begegnungen, Diskussionen und Vernetzungen stattfinden können, was wichtig ist für soziale und politische Bewegungen und Kollektivität. So soll in politisch nicht einfachen Zeiten Kontinuität ermöglicht und mehr Raum für Information, Auseinandersetzung und Begegnung geschaffen werden.